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Fakten im Überblick

Das Lehramtsstudium unterscheidet sich in so mancher Hinsicht von anderen Studiengängen. Nicht zuletzt, weil man sich schon mit Studienbeginn darüber im Klaren ist, welchen Beruf man ausüben wird. Allerdings ist auch diese Entscheidung nicht unumstößlich (siehe Plan B).


Die Vielfalt der Bundesländer


Der Studienort spielt im Lehramtsstudium eine große Rolle. Das liegt daran, dass jedes Bundesland  seine Schullandschaft und somit auch die Lehramtsausbildung individuell gestaltet. Es ist also vorteilhaft, zu Beginn des Studiums zu wissen, in welchem Bundesland man später arbeiten will. Doch keine Panik: Wechseln kann man immer - allerdings mit einem gewissen Maß an bürokratischem Aufwand. Als Absolvent einer bayerischen Universität wird man derzeit  beispielsweise in Nordrhein-Westfalen eingestellt, umgekehrt gestaltet sich die Situation schon schwieriger. Informieren Sie sich möglichst rechtzeitig, welche Nachweise Sie in dem Bundesland, in das Sie wechseln möchten, erbringen müssen, um Ihre Leistungen anerkannt zu bekommen. Lesen Sie hierzu mehr auch in unserem Thema "Referendariat".


Die Abschlüsse


Das 'gute alte' Staatsexamen wird langsam abgelöst von dem Bachelor/Master-System. Auch hier unterscheiden sich die Bundesländer bezüglich der Gestaltung des Studiums voneinander.

Das erste Staatsexamen folgt nach neun Semestern Regelstudienzeit und wird in Form verschiedener mündlicher und schriftlicher Prüfungen in allen Fächern abgelegt. Nach dem neuen System erlangt man je nach Fach den Abschluss Bachelor of Arts oder Bachelor of Science, nach sechs Semestern steht eine schriftliche Abschlussarbeit an. Darauf baut der Studiengang des Master of Education (vier Semester) auf. Als Vorteil ist zu sehen, dass man sich nicht gleich zu Beginn des Studiums für das Lehramt entscheidet, sondern erst einmal einen 'neutralen' Bachelor-Abschluss erlangt. Das erste Staatsexamen bzw. der Master of Education berechtigt dann zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt bzw. für das Referendariat.


Die Studienfächer


Die Fächerkombination ist abhängig von der Universität und vom Studienstandort (Bundesland). Daher sollte man die Angebote der Fächerkombinationen vor dem Studium gründlich recherchieren. Der erste Schritt ist sicherlich, die Internetseiten der favorisierten Hochschulen danach zu sichten.

Allen Lehramtsstudiengängen gleich ist die pädagogische Ausbildung. Hier sollen theoretische Kenntnisse über Themengebiete der  Erziehungswissenschaft und Psychologie erlangt werden.

An vielen Universitäten gibt es die Möglichkeit, ein Erweiterungsfach zu belegen. Viele Studierenden nehmen diese Chance wahr, um beispielsweise ihre Einstellungschancen zu erhöhen, die zum großen Teil von den gewählten Fächern abhängt. Sehen Sie hierzu auch die Bedarfsprognosen der jeweiligen Bundesländer. Ein drittes Fach sollte man allerdings nur studieren, wenn man sich den vermehrten Arbeitsaufwand auch zutraut. Dieses Fach muss auch keinesfalls gleich im ersten Semester belegt werden.


Die Ansprechpartner


Als Lehramtsstudent ist man Mitglied der Fachschaften seiner jeweiligen Fächer. Zudem findet man in den Instituten für Erziehungswissenschaft zuständige Ansprechpartner. An vielen Universitäten organisieren sich die Studenten in Lehramtsfachschaften. Halten Sie also unbedingt danach Ausschau. Lesen Sie hierzu auch "Was ist was im Studium?".

Wichtige Einrichtungen, die jedem Lehramtsstudent von Nutzen sein können, sind die Lehrerbildungszentren. Dort finden sich nicht nur wichtige Ansprechpartner für Fragen rund um das Lehramtsstudium, sondern oft auch hilfreiche Zusatzseminare (z.B. Rhetorikkurse, Stimmtraining), die fit machen, um vor der Klasse zu bestehen.