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Lehrerrollen

Im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Kompetenzen nimmt eine Lehrkraft verschiedene Rollen ein - gleichzeitig oder auch nacheinander abhängig vom sozialen Bezug, z. B. die folgende Rollen:

 

Lehrender, Planer, Organisator

 

Erzieher, Freund, Vorbild

 

Beurteiler

 

Kollege bzw. Vorgesetzten

 

Mitgestalter von Schulleben

 

Niemand kann alle Rollenanforderungen gleich gut meistern. Da sich im Kollegium die unterschiedlichen Persönlichkeiten einbringen, austauschen und zusammenarbeiten, profitieren sie voneinander. So können persönliche Stärken und Schwächen in einzelnen Bereichen ausgeglichen werden. Während der eine Lehrer gerne Unterricht plant und kreative Ideen entwickelt, bringt sich ein anderer besonders konstruktiv bei der Gestaltung des Schullebens ein. Die zentralen Aufgaben - das Lehren und Erziehen - müssen allerdings von jeder Lehrkraft geleistet werden.

 

Die Rollenvielfalt sorgt einerseits für Abwechslung, birgt anfangs allerdings auch die Gefahr der Überforderung, d. h. einer Situation oder Person nicht gerecht werden zu können. Die Verknüpfung einzelner Rollen wird mit wachsender Berufserfahrung deutlicher und einfacher umzusetzen. Dem Berufsanfänger fällt es leichter, sich auf jeweils einen Bereich zu konzentrieren - und das ist auch ratsam!

 

Einen idealen Übungsrahmen für die Verbindung der verschiedenen Aufgabenbereiche und Erwartungen an eine Rolle bieten die Schulpraktika.

 

Beispiel: Eine fundierte Beurteilung, die dem Schüler gerecht wird, ist viel leichter möglich, wenn individuelle Schülerbeobachtungen während des Unterrichts erfolgen. In diesem Fall ist man also Lehrender und Beurteilender und muss beide Rollen gleichzeitig übernehmen.