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Vereinbarung von Beruf und Familie

 

Die Gestaltung des Berufsalltags mit Kindern ist höchst individuell und kann nicht pauschalisiert werden. Und dazu braucht es mehr als nur die finanziellen Mittel. Dennoch sind Themen wie Elternzeit, Mutterschutz, Elterngeld oder Familienzuschlag nicht unwichtig. Einen ersten Überblick geben Ihnen die Begriffsklärungen und helfen Ihnen bei der weiteren Recherche. Aber natürlich gilt: Die Informationen hier bieten nur einen Überblick. Jede Situation ist anders und bedarf einer individuellen und genauen Planung.


 

Elternzeit

 

Elternzeit kann bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes genommen werden, sofern dieses im Haushalt lebt und von einem selbst erzogen wird. Die Elternzeit ist eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit. Das Arbeitsverhältnis bleibt während der Elternzeit bestehen. Während der Elternzeit kann einer Teilzeitbeschäftigung nachgegangen werden. Für Angestellte gilt ein Kündigungsschutz während der Elternzeit. Beamtinnen und Beamte auf Probe oder Widerruf dürfen nur entlassen werden, wenn ein Sachverhalt vorliegt, der auch bei Beamtinnen und Beamten auf Probezeit zu einer Entferung aus dem Dienst führen würde. Das ist zum Beispiel bei einer Schangerschaft während des Referendariats oder der ersten Zeit im Beruf relevant.


 

Elterngeld

 

Durch das Elterngeld werden 67% des durch die Elternzeit wegfallenden Nettoeinkommens ersetzt. Es wird für maximal 14 Monate gezahlt, es handelt sich dabei um die ersten 14 Lebensmonate des Kindes. Diese Zeit kann zwischen Mutter und Vater aufgeteilt werden. Ein Elternteil alleine kann maximal 12 Monate in Anspruch nehmen. Die zwei verbleibenden Monate sind für den Partner vorgesehen. Die Beiträge des Elterngeldes können auch über einen längeren Zeitraum gedehnt werden, verringern sich dann aber monatlich entsprechend. Elterngeld und Elternzeit sind gesetzlich unabhängig voneinander geregelt.


 

Familienzuschlag bei Verbeamtung

 

Generell gilt: Beamte erhalten für jedes Kind einen monatlichen Zuschlag. Der Zuschlag wird allerdings nur gezahlt, wenn man arbeitet - nicht also, wenn man Elterngeld bezieht.


 

Kindergeld

 

Kindergeld erhält man für jedes Kind. Allerdings nur, wenn man kein Elterngeld bezieht. Kindergeld und Familienzuschlag können gleichzeitig bezogen werden.


 

Mutterschutz

 

Der Mutterschutz ist gesetzlich geregelt und dient dazu, die Mutter - wie der Name schon sagt - zu schützen. Und zwar vor allem, was sie oder das Kind in Gefahr bringen kann, bzw. die Gesundheit gefährdet. Der Mutterschutz gilt ab sechs Wochen vor der Entbindung und endet acht Wochen danach. Während dieser Zeit gilt für die Mutter ein Beschäftigungsverbot. Dieses wird bei Beamtinnen und somit Privatversicherten, aber auch bei berufstätigen Frauen, die familienversichert sind finanziell ausgeglichen durch das Mutterschaftsgeld.


 

Rückkehr in den Beruf

 

Für Beamte gilt: Nach einer Elternzeit unter einem Jahr, kehrt man automatisch an die Schule zurück, an der man vorher gearbeitet hat. Auch nach einer Elternzeit über 12 Monate muss der Dienstherr dem Wunsch nach einer Rückkehr an den alten Dienstort nachkommen.  Wenn man an eine Schule wechseln möchte, die näher am Wohnort liegt, muss man einen Versetzungsantrag stellen. Sind Sie nicht verbeamtet, sondern Angestellter im öffentlichen Dienst, bleibt ihr Arbeitsverhältnis während der Elternzeit bestehen und Sie steigen danach zu denselben Bedingungen wie vorher wieder ein. Beachten Sie, dass nach maximal 14 Monaten kein Anspruch mehr auf Elterngeld besteht.